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Hochschule für Gesundheit Freiburg (HfG FR)
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Forschung im Studiengang begleiten

Kir Heds FR — Rapport d'activité 2025

Katia Iglesias, assoziierte Professorin FH, leitet das Team «Forschung und wissenschaftliches Arbeiten», das zum Ziel hat, Aspekte der angewandten Forschung in die Lehre des Studiengangs Osteopathie zu integrieren. Ein Gespräch.

An welchen Themen arbeitet Ihr Team, und wie ist es zusammengesetzt?

Unser Team ist im Studiengang Osteopathie für die Lehre in Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten verantwortlich. Es vereint sich ergänzende Kompetenzen aus Forschung und klinischer Praxis. Lea Awai (PhD in Neurowissenschaften) und ich (PhD in Psychologie und Statistik), assoziierte Professorinnen FH, Manon Dobler (MSc in Osteopathie) und Nicole Egli Anthonioz (PhD in Forensischen Wissenschaften und Statistik), Dozentinnen FH, sowie Stéphane Kaczorowski, wissenschaftlicher Mitarbeiter FH (Osteopath), bilden ein zweisprachiges Team. Gemeinsam decken wir die Bereiche Methodik, Transfer in die klinische Praxis, Ethik, Datenschutz und Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten ab.

Welche Aufgaben und Tätigkeiten übernehmen Sie?

In der Grundausbildung verantwortet unser Team insgesamt 40 ECTS-Credits im Bachelor- und Masterstudium. Diese verteilen sich auf Module zu Methodik, systematischen Reviews, dem Transfer in die klinische Praxis sowie der Konzeption und Durchführung von Bachelor- und Masterarbeiten. Insbesondere das Masterstudium in Osteopathie schafft Brücken zwischen Grundausbildung, Forschung und Praxis. In diesem Zusammenhang arbeiten wir mit internationalen Forscherinnen und Forschern zusammen und bieten den Studierenden für ihre Masterarbeit übergeordnete Themen an. Dazu gehören unter anderem «Evidence Based Practice in der Osteopathie» avec Mathieu Ménard (PhD, chercheur en France), «Positionierung zu Modellen der kranialen Osteopathie» unter der Leitung von Marco Gabutti, Dozent im Studiengang, «Psychische und physische Gesundheit von Polizistinnen und Polizisten» unter der Leitung von Véronique Jaquier Erard, PhD und Mitglied des Forschungspersonals, sowie «Machbarkeit einer osteopathischen Intervention» unter der Leitung von David Hohenschurz-Schmidt (PhD, Forscher im Vereinigten Königreich).
Darüber hinaus bieten wir Weiterbildungsformate an, die gezielt auf eine evidenzbasierte Praxis ausgerichtet sind, etwa zu kritischem Lesen, methodischer Analyse und zum Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die klinische Praxis. Im Bereich Dienstleistungen beurteilen wir seit 2020 die wissenschaftlichen Kompetenzen von Kandidatinnen und Kandidaten im Rahmen der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse für das Schweizerische Rote Kreuz. Im vergangenen Jahr haben wir diesbezüglich über 35 Dossiers bearbeitet.

Wie trägt Ihre Arbeit zur Weiterentwicklung Ihres Berufs bei?

Unser Team hat gemeinsam die Forschungsmodule des Curriculums erarbeitet und interne Instrumente wie Protokoll- und Manuskriptvorlagen, Bewertungsraster sowie ethische Verfahren entwickelt. Zudem betreuen wir Bachelor- und Masterarbeiten und nehmen an allen mündlichen Verteidigungen teil.

Welche Aufgaben und Herausforderungen stellt Ihre Arbeit an Sie?

Unsere grösste Herausforderung liegt in der Entwicklung von kombinierten Kompetenzprofilen aus klinischer Praxis und Forschung. Weitere Herausforderungen sind eine von Jahr zu Jahr schwankende Betreuungsbelastung, die zusätzliche Arbeitslast aufgrund der Zweisprachigkeit sowie der Übergang hin zu einer evidenzbasierten Praxis, der durch eine stärkere Verzahnung von klinischem und methodischem Unterricht weiter voranschreitet. In diesem Kontext unterstützen die Swiss Osteopathy Science Foundation und der Schweizerische Osteopathieverband (SVO) die Weiterentwicklung der osteopathischen Forschung innerhalb des Studiengangs.

Wie sehen Sie die Zukunft Ihres Berufs?

Unsere ehemaligen Studierenden und unsere Berufskolleginnen und -kollegen lesen zunehmend wissenschaftliche Artikel und nutzen die daraus gewonnenen Erkenntnisse zur Weiterentwicklung ihrer Praxis. Dies zeigt sich unter anderem in den regelmässigen Anfragen zu Journal Clubs und methodischer Unterstützung. Auch auf internationaler Ebene, insbesondere im Vereinigten Königreich und in Australien, gewinnt die osteopathische Forschung weiter an Bedeutung.

Was liegt Ihnen bei Ihrer Arbeit besonders am Herzen?

Uns ist es besonders wichtig, die Neugier der Studierenden zu wecken und ihr kritisches Denken zu stärken, um sie dabei zu unterstützen, sich mit wissenschaftlichen Daten auseinanderzusetzen und diese in die klinische Praxis zu übertragen.