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Fachgruppe Duale Ausbildung und Professionalität

Fil-rouge-alternance Heds FR — Rapport d'activité 2025

Die Fachgruppe Duale Ausbildung und Professionalität besteht aus 16 Lehrpersonen mit unterschiedlichen Profilen. Sie entwickelt einen dritten Lernort, der als pädagogische Brücke zwischen der theoretischen Ausbildung an der Hochschule und den in den Praktika erworbenen Kompetenzen dient. Ein Gespräch mit Marlyse Pillonel, der Verantwortlichen der Fachgruppe (FG), die stellvertretend für das gesamte Team spricht.

An welchen Themen arbeitet Ihr Team, und wie ist es zusammengesetzt?

Unsere Fachgruppe arbeitet mit unterschiedlichen didaktischen Formaten wie Simulation, Praxisanalysen, Praxisausbildungsperioden, dem Erwerb professioneller Handlungskompetenzen sowie der Entwicklung von Studierendenprojekten in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA-FR) und der Hochschule für Wirtschaft Freiburg (HSW-FR). Mit Modulen zu den Themen Verantwortung der Pflegefachperson, Leadership, Interprofessionalität und gesellschaftliches Engagement trägt sie zur Professionalisierung der Studierenden bei. Die Fachgruppe besteht aus 16 Lehrpersonen mit unterschiedlichen Profilen – pflegerische Fachrichtungen, pädagogische Aus- und Weiterbildungen (CAS, DAS, Master) oder einem Master in Pflegewissenschaften – und ist dadurch stark in der Praxis verankert. Sechs Mitglieder sind zudem weiterhin in klinischen Settings tätig. In der Weiterbildung wirkt unsere Fachgruppe in mehreren CAS-Lehrgängen (Certificate of Advanced Studies) mit, die – mit einer Ausnahme – ausschliesslich auf Französisch angeboten werden: Praxisausbildner/in, Gestion de la douleur (Schmerzmanagement), Soins de réadaptation (Rehabilitationspflege) und Évaluation clinique infirmière (klinische Beurteilung durch Pflegefachpersonen). Im Bereich Forschung und Innovation, engagieren sich verschiedene Mitglieder des Teams zudem in der Erstellung von Fachartikeln, beispielsweise zur Wundversorgung, sowie in Projekten zum Einsatz virtueller Realität in der klinischen Pflegepraxis und in der transdisziplinären Zusammenarbeit.

Welche Aufgaben und Tätigkeiten übernehmen Sie?

Unsere Aufgabe besteht darin, die Verbindung zwischen Praxis, Lehre und Forschung weiter zu stärken. Zum einen stellen wir sicher, dass evidenzbasiertes Wissen vermittelt wird, das die Studierenden in ihre klinische Praxis integrieren können. Zum anderen ermitteln wir in enger Zusammenarbeit mit den Praxisbetrieben die bestehenden pädagogischen und forschungsrelevanten Bedürfnisse, um Fachpersonen auszubilden, die in der Lage sind, den sich wandelnden Anforderungen des Berufs gerecht zu werden.

Wie trägt Ihre Arbeit zur Weiterentwicklung Ihres Berufs bei?

Unsere Inhalte werden regelmässig an die wissenschaftlichen Erkenntnisse und gesundheitspolitischen Entwicklungen angepasst. Wir setzen uns aktiv für die Weiterentwicklung unseres Berufs ein und sind uns der Herausforderungen bewusst, die ihn aktuell prägen. Da die beruflichen Laufbahnen frisch diplomierter Pflegefachpersonen heute oft kürzer ausfallen, tragen wir eine besondere Verantwortung: Wir wollen engagierte Fachkräfte ausbilden, die fähig sind, aktiv zur Weiterentwicklung dieses sich stetig wandelnden Berufs beizutragen, sich auf neue Anforderungen einzustellen und seine Legitimität zu stärken.

Welche Aufgaben und Herausforderungen stellt Ihre Arbeit an Sie?

Eine der grössten Herausforderungen besteht darin, die Lehre laufend an die unterschiedlichen Profile der Studierenden und an die Weiterentwicklung der Lehrinhalte anzupassen. Die schwankende Arbeitslast erfordert eine flexible Organisation, ohne dabei die Autonomie jeder einzelnen Lehrperson einzuschränken. Eine weitere Herausforderung ist die Integration der Zweisprachigkeit in den Unterricht. Hinzu kommt, die pädagogische Kohärenz zwischen den verschiedenen Ausbildungsformaten zu gewährleisten und gleichzeitig Innovation zu fördern. Dafür ist es wichtig, Lehrmethoden zu teilen und kritisch zu hinterfragen, sich kollegial auszutauschen, voneinander zu lernen und eine gemeinsame Dynamik zu pflegen, die alle stärkt.

Wie sehen Sie die Zukunft Ihres Berufs?

Für die Zukunft unseres Berufs als FH-Dozierende sehen wir eine noch stärkere Vernetzung mit der Praxis als zentral an. Ebenso wichtig ist es, Erkenntnisse aus der disziplinären, interdisziplinären und pädagogischen Forschung noch wirksamer in die Lehre zu integrieren, um die beruflichen Praktiken weiterzuentwickeln und die Ausbildungsinhalte inhaltlich zu bereichern.

Was liegt Ihnen bei Ihrer Arbeit besonders am Herzen?

Besonders am Herzen liegt es uns, zukünftige Fachpersonen auszubilden, die ihren Beruf langfristig mit fachlicher Sorgfalt und persönlichem Engagement ausüben können. Unser Ansatz beruht auf Wirksamkeit und der Entwicklung innovativer, kompetenzbasierter Lehrmethoden, die das kritische Denken fördern. Zudem ist es uns wichtig, ein Klima der Wertschätzung zu schaffen und die Entstehung einer echten Praxisgemeinschaft zu unterstützen.