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Fachgruppe «Chronische Erkrankungen und Gerontologie»

Fil-rouge-chronicite Heds FR — Rapport d'activité 2025

Die Fachgruppe «Chronische Erkrankungen und Gerontologie» befasst sich mit der Pflege von Menschen jeden Alters, die mit chronischen oder nichtübertragbaren Krankheiten leben. Ein Rückblick auf gemeinsame Überlegungen und Perspektiven, die im Rahmen eines externen Austauschnachmittags entstanden sind.

Welche Besonderheiten und Themen kennzeichnen Ihr Team, und wie ist es zusammengesetzt?

Die Fachgruppe vereint 15 Personen im Alter von 30 bis 62 Jahren. Alle haben ursprünglich eine Ausbildung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann absolviert und sich im Verlauf ihrer beruflichen Laufbahn in unterschiedlichen Bereichen spezialisiert. Dazu zählen unter anderem Geriatrie, Onkologie, Palliativpflege, Wundbehandlung, Unterstützung zum Selbstmanagement, integrative und komplementäre Pflege sowie Sexologie. Ergänzt werden diese Spezialisierungen durch einen akademischen Abschluss auf Universitätsstufe (Master oder PhD).
Die klinische Erfahrung und Expertise der Fachgruppe ist breit gefächert und umfasst die Pflege von Menschen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern – zum Beispiel Diabetes, Krebs, Herzinsuffizienz, neurologische Erkrankungen und Demenz – sowie die Begleitung in palliativen Situationen. Sie erstreckt sich über verschiedene Settings wie Spitäler, Rehabilitationseinrichtungen, ambulante Strukturen sowie die Pflege zu Hause und an weiteren Lebensorten. In unserer Lehre und unseren Beiträgen zu weiteren akademischen Aufträgen stützen wir uns auf Konzepte und Themen der Pflegewissenschaften. Dazu gehören unter anderem Lebensqualität, Fragilität, Transition, Komplexität, Lebens- und Krankheitsverläufe, Pflegekontinuität, Ungewissheit, Dauer und Brüche, Selbstmanagement und Beziehungsgestaltung.

Welche Aufgaben und Tätigkeiten übernehmen Sie?

Wir unterrichten in der Grundausbildung auf Bachelorstufe, wirken in verschiedenen Weiter- und Nachdiplomausbildungen mit und erbringen Dienstleistungen für Pflegeorganisationen oder ‑institutionen. Zudem beteiligen sich einzelne Mitglieder der Fachgruppe an Forschungsprojekten oder übernehmen deren Leitung. Wir begleiten die Studierenden während ihrer Praktika in den Praxisfeldern, die unseren fachlichen Schwerpunkten entsprechen. Dazu zählen beispielsweise Abteilungen für Innere Medizin, Rehakliniken, Pflegeheime, die Spitex, ambulante Zentren (Diabetologie, Gesundheitsligen, Hämodialyse, Onkologie) sowie Palliativabteilungen im Kanton Freiburg oder in anderen Regionen der Schweiz. Zwei Mitglieder der Fachgruppe waren an der Entwicklung des HUB InnoSanté. beteiligt und betreuen dort heute Studierende im Praktikum. Darüber hinaus engagieren wir uns als Supervisorinnen und Supervisoren der Pflegestudierenden in der Gesundheitssprechstunde Mozaïk (CoSaMo).

Wie trägt Ihre Arbeit zur Weiterentwicklung Ihres Berufs bei?

In der Ausbildung vermitteln wir Inhalte aus den Pflegewissenschaften, der evidenzbasierten Pflege (EBN), dem wissenschaftlichen Arbeiten im Rahmen der Bachelorarbeit sowie aus Ethik und Gesundheitsrecht. Dabei beziehen wir systematisch aktuelle Forschungsergebnisse und neue Technologien ein. All dies leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Pflegeberufs. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der interprofessionellen Zusammenarbeit. Sie prägt sowohl unsere Lehre als auch unsere weiteren Tätigkeiten und stärkt die akademische Verankerung der Pflege. Darüber hinaus engagieren sich Mitglieder der Fachgruppe in Forschungsprojekten, präsentieren ihre Arbeiten an Fachkongressen und Symposien und publizieren Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften. Auch die aktive Mitarbeit in nationalen Fach- und Berufsorganisationen – darunter die Schweizerische Herzstiftung, der Schweizerische Verein für Pflegewissenschaft (VFP) und dessen Kommissionen sowie Verbände wie Onkologiepflege, Palliative Fribourg-Freiburg, palliative.ch oder die Gesundheitsligen – trägt dazu bei, das Profil des Pflegeberufs in Praxis, Ausbildung, Forschung und Management weiter zu schärfen. Nicht zuletzt leisten die Entwicklung von und die Mitarbeit an Pflegekonsultationen im HUB InnoSanté, insbesondere zu den Themen Selbstmanagement, Gesundheit am Arbeitsplatz und Gesundheit im Alter, einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Pflegepraxis.

Welche Aufgaben und Herausforderungen stellt Ihre Arbeit an Sie?

Eine unserer Herausforderungen besteht darin, unsere Lehrinhalte kontinuierlich an die epidemiologischen Daten zum Gesundheitszustand der Bevölkerung, an neue gesundheitliche und technologische Herausforderungen im Umgang mit chronischen Erkrankungen, an aktuelle Empfehlungen der guten Praxis sowie an die Veränderungen im Gesundheitswesen anzupassen. Ziel ist es, den Studierenden Kompetenzen zu vermitteln, die auf aktuellem Wissen beruhen und einen engen Bezug zur klinischen Praxis haben.
Ausserdem war das Jahr 2025 für die Mitglieder der Fachgruppe auch mit zusätzlichen individuellen Herausforderungen verbunden.

Wie sehen Sie die Zukunft Ihres Berufs?

Vor dem Hintergrund der Digitalisierung im Gesundheitswesen und mit Blick auf globale Gesundheitsfragen ist es wichtig, dass wir unsere Kompetenzen als Lehrpersonen in der Pflege kontinuierlich weiterentwickeln. So können wir die Neugier und Reflexionsfähigkeit der Studierenden fördern – insbesondere im Umgang mit den Herausforderungen der künstlichen Intelligenz – und zugleich ihre ethische Kompetenz stärken. Gemeinsam setzten wir uns dafür ein, eine hohe Pflegequalität sicherzustellen, gute Arbeitsbedingungen für die heutigen und zukünftigen Gesundheitsfachpersonen zu fördern, das Gesundheitssystem zu stärken und eine nachhaltige Anerkennung des Pflegeberufs zu erreichen.

Was liegt Ihnen bei Ihrer Arbeit besonders am Herzen?

Besonders am Herzen liegt uns, die Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen hervorzuheben und konsequent personenzentriert zu arbeiten. In einer Welt, in der künstliche Intelligenz zunehmend an Bedeutung gewinnt, möchten wir den Platz des Menschen bewusst stärken. Zudem setzen wir uns dafür ein, die Distanz zwischen Theorie und Praxis weiter zu verringern, nahe an der Realität der Pflege zu bleiben sowie innovativ und kreativ zu arbeiten. So wollen wir die Motivation und das Verantwortungsbewusstsein der angehenden Gesundheitsfachpersonen fördern.