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Funktionswechsel

Derek2 Heds FR — Rapport d'activité 2025

Nach vier Jahren als Forschungsdekan der Hochschule für Gesundheit Freiburg (HfG FR) hat Derek Christie, ordentlicher Professor FH, seine Funktion Ende 2024 niedergelegt. Ein Überblick über seine neuen Tätigkeiten im Jahr 2025.

An welchen Themen arbeitet Ihr Team, und wie ist es zusammengesetzt?

Nach vier Jahren als Forschungsdekan wollte ich mich wieder stärker auf meine Tätigkeit als Forscher im Bereich Public Health konzentrieren. Im Jahr 2025 lag mein Schwerpunkt darauf, die laufenden Projekte abzuschliessen und Fördergesuche für neue Projekte einzureichen, die sich an den fünf Achsen unseres Instituts für angewandte Gesundheitsforschung orientieren. In all diesen Jahren konnte ich auf die wertvolle Unterstützung engagierter und effizienter wissenschaftlicher Mitarbeiterinnen zählen, insbesondere im Bereich der kombinierten Anwendung qualitativer und quantitativer Methoden (Mixed Methods).

An welchen Forschungsprojekten arbeiten Sie?

Im Jahr 2025 waren wir vor allem im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie (COST) sowie im Projekt «Dementia-inclusive Spaces for Community Access, Participation, and Engagement» (DemSCAPE) tätig. Letzteres untersucht, welche Merkmale der gebauten Umwelt die Mobilität älterer Menschen mit und ohne Demenz in ihrer Umgebung fördern. Beide Vorhaben werden von der Hochschule für Soziale Arbeit und Gesundheit Lausanne (HETSL), einer Partnerinstitution innerhalb der HES-SO, getragen. Zudem arbeiten wir gemeinsam mit dem VCS Verkehrs-Club der Schweiz und der Fondation Modus an einem Projekt zum Schulweg von Kindern. Im Zentrum all dieser Projekte steht die Gesundheitsförderung, insbesondere für besonders vulnerable Personen wie Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung.

Wie trägt Ihre Arbeit zur Weiterentwicklung Ihres Berufs bei?

Im Laufe der Jahre habe ich eine breite Expertise an der Schnittstelle von Gesundheit und Umwelt aufgebaut, mit einem besonderen Fokus auf die tägliche Mobilität. In diesem Zusammenhang wurde ich zum «Grant Holder Scientific Representative» der COST-Aktion «Building Opportunities for Participation and Accessibility through lifelong community Mobility» (BOPALiM; Schaffung von Möglichkeiten für die Teilhabe und Barrierefreiheit durch lebenslange Mobilität in der Gesellschaft) ernannt. Dadurch konnten wir ein gesamteuropäisches Netzwerk zur Koordination von Forschungsarbeiten aufbauen, dessen Treffen über einen Zeitraum von vier Jahren von der Europäischen Union finanziert werden.

Welche Beziehungen pflegen Sie zur Praxis und zu Ihren Partnerinstitutionen?

Die Projekte COST/BOPALiM und DemSCAPE realisieren wir in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Soziale Arbeit und Gesundheit Lausanne (HETSL), die ebenfalls zur HES-SO gehört. An DemSCAPE wirken darüber hinaus zwei Waadtländer Gemeinden mit: Bussigny und Yverdon-les-Bains. In einem anderen Bereich – Sucht bei älteren Menschen – pflegen wir eine regelmässige Zusammenarbeit mit der Vereinigung Freiburger Alterseinrichtungen und Spitex (VFAS) sowie mit weiteren Partnern im Kanton Freiburg.

Was liegt Ihnen bei Ihrer Arbeit besonders am Herzen?

Als Forscher in der Prävention und Gesundheitsförderung liegt es mir besonders am Herzen, Unfälle und Erkrankungen möglichst zu verhindern und Menschen Instrumente an die Hand zu geben, damit sie ein gutes Leben führen können. Durch präventives Handeln lässt sich die Gesundheit sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene fördern und zugleich den Bedarf an Pflege- und Gesundheitsleistungen reduzieren. Gerade vor dem Hintergrund des bestehenden Fachkräftemangels im Gesundheitswesen – zu dem wir ebenfalls forschen – ist es wichtig, dass Menschen gar nicht erst zu Patientinnen und Patienten werden.