Ein Serious Game zur Förderung der Zweisprachigkeit

Die Hochschule für Gesundheit Freiburg (HfG FR) hat in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Spital (HFR) und DNA Studios das Serious Game «Ça passe ou ça casse» entwickelt und anschliessend für die zweisprachige Nutzung angepasst.
Unterstützt wurde das Projekt vom Bundesamt für Kultur (BAK), das den Kantonen zur Förderung der Landessprachen im Unterricht sowie zur Förderung der Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften Finanzhilfen gewährt. Marika Bana, assoziierte Professorin FH an der HfG FR, leitete das Projekt gemeinsam mit Daniela Lurman-Lange, Verantwortliche Mehrsprachigkeit am HFR.
In einem ersten Schritt war das Spiel darauf ausgerichtet, spielerisch Deutsch zu lernen. Nach einer Weiterentwicklung liegt der Fokus des Spiels nun auf der Zweisprachigkeit und hat zum Ziel, den Fachwortschatz von Gesundheitsfachpersonen zu erweitern. Das Serious Game ist für alle HFR-Mitarbeitenden und alle Studierenden der Pflege an der HFG FR über die Lernplattform Moodle zugänglich. Es bietet ihnen die Möglichkeit, die Rolle einer Pflegefachperson zu spielen sowie neue Wörter und einfache Dialoge auf Deutsch oder auf Französisch zu lernen.
Das Spiel vereint visuelle, auditive und interaktive Elemente. Ziel des Spiels ist es, Wörter und einfache Dialoge aus dem Spitalalltag zu verstehen und anzuwenden sowie realistische und humorvolle Darstellungen zu unterscheiden und diese sprachlich einordnen zu können. Die Aufgaben sind bewusst spielerisch gestaltet und auf die Sprache fokussiert. Sie zielen nicht darauf ab, pflegerisches oder medizinisches Wissen zu vermitteln, auch wenn indirekte Lerngewinne entstehen können. Der Schwierigkeitsgrad bestimmt, wie viele Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen sind, während das Sprachniveau konstant bleibt. Mit zunehmendem Spielniveau erhöhen sich Stress und Tempo – und mit ihnen auch die möglichen Punkte. Die Studierenden können einen Feedback-Fragebogen ausfüllen und so zur weiteren Verbesserung des Spiels beitragen.
Das Serious Game wurde 2022 mit dem zweiten Preis zum Tag der Zweisprachigkeit im Kanton Freiburg ausgezeichnet und 2025 an der Ringveranstaltung des Instituts für Mehrsprachigkeit in Freiburg vorgestellt.


