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Eine spezifische Schulung für das Pflegepersonal in Demenzabteilungen

Programme-usd-2 Heds FR — Rapport d'activité 2025

Im Jahr 2025 beauftragte die Vereinigung Freiburger Alterseinrichtungen und Spitex (VFAS) die Hochschule für Gesundheit Freiburg (HfG FR) mit der Entwicklung eines französischsprachigen Schulungsprogramms für das Pflegepersonal aus spezialisierten Demenzabteilungen des Gesundheits- und Sozialwesens.

Dieser Auftrag unterstreicht die anerkannte Expertise der HfG FR im Bereich der Psychogeriatrie, insbesondere im Rahmen des Lehrgangs «CAS HES-SO en Psychogériatrie» der mittlerweile zum 17. Mal durchgeführt wird. Dieser CAS besteht aus drei Modulen, die je nach Bedarf einzeln besucht werden können. Ergänzt wird das Angebot durch das Fachmodul «Psychogériatrie & Démence», das kompakter und stärker fokussiert ist. Es ermöglicht den Teilnehmenden, ihre Fachkompetenzen gezielt zu vertiefen und die Betreuung von Menschen mit komplexen kognitiven Beeinträchtigungen konkret zu verbessern.

Ziel der im November 2025 durchgeführten Schulung war es, die fachlichen Kompetenzen der Mitarbeitenden in spezialisierten Demenzabteilungen zu stärken und ihre Anpassungsfähigkeit in einem spezifischen Arbeitsumfeld zu fördern. Das Programm wurde von Ariane Kapps und Katia Scrima, Dozentinnen an der HfG FR, entwickelt und zielt darauf ab, die Pflege und Betreuung von Personen mit komplexen psychogeriatrischen Störungen weiter zu verbessern sowie den positiven Einfluss der Pflegeteams auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu stärken.

«Die Pflege in einer spezialisierten Demenzabteilung ist mit besonders komplexen klinischen Herausforderungen verbunden, was erweiterte und multidimensionale Kompetenzen erfordert. In der dreitägigen Schulung haben wir zentrale Themen behandelt, darunter Recht, Ethik, Pathophysiologie, medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapien sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Gruppendynamik hat einen vertieften Austausch und wertvolle Erfahrungsberichte ermöglicht und so zur Erweiterung des Fachwissens und zur Weiterentwicklung der beruflichen Praxis beigetragen.»

Ariane Kapps, Dozentin FH

Die dreitägige Schulung richtete sich an 13 Fachpersonen aus spezialisierten Demenzabteilungen des Gesundheits- und Sozialwesens sowie aus Pflegeheimen. FH-Professorinnen und -Professoren der HfG FR, Ärztinnen und Ärzte des Freiburger Netzwerks für psychische Gesundheit (FNPG) sowie Mitarbeitende des Kantonsarztamtes (KAA), darunter die Kantonsapothekerin Sophie Maillard, vermittelten praxisnahes Fachwissen.

«Diese Schulung bot die Gelegenheit, die Pflege und Betreuung älterer Menschen in spezialisierten Demenzabteilungen ins Zentrum zu rücken, denn gerade dort spielen Beziehungsgestaltung und gegenseitiges Verständnis eine entscheidende Rolle. Die Gespräche haben deutlich gemacht, wie sehr die Pflegequalität von gut geschulten Teams abhängt, die ihre Vorgehensweise flexibel an die Bedürfnisse jeder einzelnen Person anpassen können. Das Engagement der Teilnehmenden, ihre Fragen und ihre reflektierte Auseinandersetzung mit der eigenen Praxis haben den drei Tagen eine konstruktive Dynamik verliehen. Die vermittelten Inhalte wurden als relevant und im Berufsalltag unmittelbar nutzbar wahrgenommen.»

Katia Scrima, Dozentin FH

Die Schulung wurde so angelegt, dass sie ein- bis zweimal pro Jahr stattfinden kann. 2026 wird dieses Ziel mit zwei Durchführungen umgesetzt.