Pflegequalität bezogen auf vulnerable Gruppen

Das Modul 23 (M23) «Pflegequalität bezogen auf vulnerable Gruppen» ist ein zentrales Modul im dritten Jahr des Bachelorstudiengangs Pflege. Die Pflegequalität stellt eine wesentliche Herausforderung für die Gesundheitssysteme dar.
Angesichts steigender Anforderungen an die Patientensicherheit, der Notwendigkeit zur Kostenkontrolle sowie wachsender Erwartungen der Bevölkerung sind Pflegefachpersonen gefordert, die Qualität ihrer Leistungen nachzuweisen und sich aktiv an kontinuierlichen Verbesserungsprozessen zu beteiligen. Das M23 orientiert sich an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Bundesamts für Gesundheit (BAG), die die Notwendigkeit klarer Leitlinien und geeigneter Mechanismen zur Evaluation erzielter Verbesserungen hervorheben. Es werden zwei Optionen angeboten: «Akutpflege und Rehabilitation» legt den Schwerpunkt auf Projekte zur Verbesserung der Pflegequalität im Praxisfeld des Freiburger Spitals (HFR), und «Psychische Gesundheit» basiert auf Fragestellungen aus der Praxis des Freiburger Netzwerks für psychische Gesundheit (FNPG).
Die Wahl einer Option stärkt das Engagement der Studierenden, indem sie ihren Ausbildungsweg aktiv mitgestalten und ihre Kenntnisse in beruflichen Kontexten vertiefen können, in denen sie später tätig sein möchten. Darüber hinaus zielt das Modul darauf ab, bei den Studierenden Kompetenzen zur Analyse, Konzeption und Begleitung kontinuierlicher Verbesserungsprozesse zu entwickeln, die sich auf pflegesensible Indikatoren sowie auf evidenzbasierte Erkenntnisse aus der Forschung stützen. Das Modul zeichnet sich durch die gezielte Förderung von Forschungskompetenzen und der Fähigkeit zur Analyse von Best-Practice-Empfehlungen aus. Zudem wird deren Übertragbarkeit auf konkrete Fragestellungen aus den Praxisfeldern der Partnerinstitutionen geprüft. Besonderes Augenmerk gilt vulnerablen Gruppen, insbesondere Menschen mit einer Behinderung oder mit Migrationshintergrund, die häufiger von gesundheitlichen Ungleichheiten betroffen sind.
Im Rahmen des Moduls 23 stärken die Studierenden ihre Führungsrolle in der Pflege und entwickeln eine berufliche Haltung, die es ihnen ermöglicht, nachhaltige Verbesserungsvorschläge zu vertreten und dabei die Rahmenbedingungen sowie die Entwicklungen des Gesundheitssystems zu berücksichtigen. Die Erstellung eines wissenschaftlichen Posters sowie Präsentationen vor Mitstudierenden, Dozierenden und Fachpersonen aus der Praxis fördern die wissenschaftliche Kommunikationskompetenz.
Die Studierenden stehen während des gesamten Projekts im Austausch mit den Partnerinstitutionen. Die mündlichen Präsentationen sind Bestandteil des Leistungsnachweises und finden in den Institutionen selbst statt. Dadurch wird die enge Zusammenarbeit zwischen der Hochschule für Gesundheit Freiburg (HfG FR) und dem klinischen Umfeld gestärkt und die wesentlichen Verbindungen im Rahmen der akademisch-klinischen Partnerschaft (AKP) weiter gefestigt.












