Die HfG FR am Weltkongress des SIDIIEF

Die Hochschule für Gesundheit Freiburg (HfG FR) nahm am 9. Weltkongress des Internationalen Sekretariats der Pflegefachpersonen des französischsprachigen Raums (SIDIIEF) teil. Die Veranstaltung stand unter dem Motto «Pflegeinnovation: Motor für Veränderungen im Gesundheitswesen» und fand vom 2. bis 5. Juni 2025 in Lausanne statt.
Verschiedene Mitglieder des Personals in Lehre und Forschung (PLF) der HfG FR beteiligten sich aktiv und auf vielfältige Weise an diesem bedeutenden internationalen Kongress. Dieser bringt alle drei Jahre Hunderte Pflegefachpersonen des französischsprachigen Raums zusammen, um zentrale Themen für die Zukunft der Pflege und der Ausbildung zu diskutieren.
Als Mitglied des Beirats für Pflegeausbildung des SIDIIEF hatte Catherine Senn-Dubey, ordentliche Professorin FH und Co-Dekanin des Studiengangs Pflege, mehrere Moderationseinsätze im Namen der HfG FR.
Auch weitere Mitglieder des Personals in Lehre und Forschung der Hochschule hatten die Gelegenheit, ihre Arbeiten am Kongress vorzustellen, der dieses Mal im SwissTech in Lausanne stattfand:
Alain Verdon, ordentlicher Professor FH, stellte «Olympiade des Clinical Reasonings» vor, ein Wettbewerb mit immersiven Aufgaben zwischen Studierendengruppen, der auf spielerische Weise die Entscheidungsfindung und das Selbstvertrauen stärkt.
Aline Lambelet, Dozentin, präsentierte «Innovation pédagogique en santé numérique: une approche transdisciplinaire» (Innovation in der digitalen Gesundheit: ein transdisziplinärer Ansatz) und zeigte damit die vielfältige studiengangsübergreifende Zusammenarbeit an der HES-SO Freiburg auf.
Jean-Michel Vasse, assoziierter Professor FH, informierte über die Erkenntnisse des Projekts EYE LEARN, das die Entwicklung des Clinical Reasonings und der Metakognition mithilfe von Eye-Tracking-Technologie untersucht.
Grégoire Menoud und Yoann Noiré, Dozenten FH, präsentierten ihre Arbeit «Interventions pour les personnes fragiles atteintes d’insuffisance cardiaque: une revue de la portée» (Interventionen für gefährdete Menschen mit Herzinsuffizienz: eine Übersichtsarbeit) bzw. «Prise de décisions des infirmières de triage aux urgences: comment utilisent-elles le know-how pour prendre des décisions?» (Entscheidungsfindung von Triage-Pflegefachpersonen: Wie nutzen sie ihr Fachwissen, um Entscheidungen zu treffen?).
Derek Christie, ordentlicher Professor FH, präsentierte seine Studie «Identification des facteurs permettant de rester plus longtemps dans la profession infirmière: une étude à large échelle dans le canton de Fribourg, Suisse» (Ermittlung der Faktoren, die einen längeren Verbleib im Pflegeberuf ermöglichen: eine breit angelegte Studie im Kanton Freiburg, Schweiz).
Petra Schäfer-Keller, ordentliche Professorin FH, präsentierte ihre Forschungsarbeit «Utilisation d’une technique de développement consensuelle pour affiner une nouvelle intervention complexe à plusieurs composantes pour le suivi dans l’insuffisance cardiaque (REFINE)» (Einsatz eines Expertenpanels zur konsensbasierten Weiterentwicklung einer neuen komplexen, mehrteiligen Intervention für die pflegerische Nachsorge und Begleitung von Menschen mit Herzinsuffizienz; REFINE).
Zudem stellte die HfG FR drei Poster aus:
- «Mourir en santé: développement d’un module à option pour des étudiant∙es en soins infirmiers» (Gesund sterben: Entwicklung eines Wahlmoduls für Studierende der Pflege), von Josepha Girard, Dozentin FH;
- «Former les infirmier·ères de demain à la prévention et à la gestion de la violence dans les soins» (Ausbildung der angehenden Pflegefachpersonen in der Prävention von und im Umgang mit Gewalt in der Pflege», von Claire Coloni-Terrapon, Dozentin FH;
- «Motivations et attentes d’étudiant·es de 1ère année en soins infirmiers dans l’exercice de leur future profession. Une étude pilote à Fribourg, Suisse» (Motivation und Erwartungen von Studierenden der Pflege im ersten Studienjahr in Bezug auf die Ausübung ihres zukünftigen Berufs. Eine Pilotstudie in Freiburg, Schweiz), von Derek Christie.
Zu Beginn des Kongresses fand zudem der erste «Journée Mondiale Estudiantine» (Welttag der Pflegestudierenden) im französischsprachigen Raum statt. Die Veranstaltung stand auch interessierten Pflegefachpersonen offen und widmete sich dem Thema: «L’innovation en santé: remède aux défis actuels ou source de nouvelles problématiques?» (Innovation im Gesundheitswesen: Antwort auf aktuelle Herausforderungen oder Quelle neuer Probleme?). Léa Déchanez vertrat die HfG FR als Mitglied des Organisationskomitees und machte damit das Engagement des Nachwuchses in der internationalen Fach- und Vereinsgemeinschaft sichtbar. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion zur Rolle ethischer und systemischer Aspekte in der Pflegeinnovation. Zu den Referierenden gehörten Nataly Viens Python, Direktorin der HfG FR, der Arzt und Ethiker Bertrand Kiefer, sowie Pakize Palan, Gründerin der Organisation «Les Soins Volants».
Die beiden Veranstaltungen boten die Gelegenheit zu einem regen und inspirierenden Austausch und stärkten die Verbindungen zwischen Pflegefachpersonen und künftigen Kolleginnen und Kollegen im französischsprachigen Raum. Gleichzeitig waren sie eine ideale Plattform, um die Dynamik und Qualität der pädagogischen und klinischen Innovationen der Hochschule für Gesundheit Freiburg in den Fokus zu rücken.





